Ralf Reichert HZ zum Naturschutz

Und das meinen wir dazu:

Leserbrief zum Kommentar von Ralf Reichert „Über Sinn und Irrsinn von Naturschutz“ vom 10.03.20018

 

Na, das war eine groteske Frühstückslektüre am Samstagmorgen.

Sicher gibt es in allen Bereichen in denen sich Menschen engagieren immer auch Überschreitungen. Aber was wäre die Alternative?

Ich jedenfalls bin dankbar für all die Menschen, dies sich für eine lebenswerte  Umwelt einsetzen. Ohne diese Menschen gäbe es Boxberg, Wackersdorf, Wyhl, wir hätten die Mailänder Erde auf unserer Deponie und vermutlich auch eine Sondermüllverbrennungsanlage in Westernach. 

Wir sollten dankbar sein für das großartige Engagement von Menschen und sie nicht noch an den Pranger stellen.

Dass am Ende der Steuerzahler zahlt ist ja richtig, aber er zahlt auch, wenn Verordnungen nicht eingehalten werden, wenn durch unnötige Großprojekte Mittel verschwendet werden,  er zahlt dann nicht nur mit Geld, sondern oft auch mit Gesundheit und mit Menschenleben. (s.Dieselskandal)

 

Ich würde mich freuen, wenn Herr Reichert nicht von „eurem“ Metier sprechen würde, sondern sich mit seinen Recherchen, Artikeln etc. von guten Argumente so überzeugen ließe, dass sie auch zu seinem Metier würden, denn es die Zukunft von  uns allen  

 

Magda Reichardt, Niedernhall

Herr Reichert hat Recht: “Der Mensch gehört genauso zur Natur“,

aber er ist das einzige Mitglied der Natur, das bewusst eine Entscheidung über die Existenz oder eben auch Nicht-Existenz eines anderen Mitglieds der Natur in der Hand hat.

Außerdem stimmt der Hinweis auf die  “die gesamtgesellschaftliche Quittung“.

Aber lange Zeit hatte man eben stets nur die „Wirtschaftlichkeit“ und damit “ die gesamtgesellschaftliche Quittung im Blick“, und das nahezu immer ohne Folgenabschätzung für Natur und Umwelt.

Genau deshalb wurden viele Pflanzen und Tiere zu “ ein paar exotischen und weithin unsichtbaren Arten“. Wenn dann diese vollends verschwinden, fehlen sie niemand.

Und es stimmt, dass bisweilen Millionen Euro draufgehen. Aber das sind eben die Millionen, die früher im Rahmen der Wirtschaftlichkeit und der “gesamtgesellschaftlichen Quittung“  eingespart wurden und jetzt als Hypothek und damit “Zeche für den Steuerzahler“ fällig werden.

Das Mülldeponie-Beispiel trifft es:

Viele Jahre wurde nur unter wirtschaftlichen Aspekten ohne Folgenabschätzung entsorgt, und jetzt wird es teuer.

 

Die wirtschaftlichen Folgen einer geschädigten Umwelt müssen in die langfristige “gesamtgesellschaftliche Quittung“  als Negativ-Posten mit eingerechnet werden,

z.B. die zunehmend aufwendige Trinkwasseraufbereitung.

 

Die Naturschützer schützen als Teil der Natur auch den Menschen und tragen

langfristig zu einer positiven “gesamtgesellschaftliche Quittung“  bei.

Da hätte ich mir ein paar Denkanstöße von Herrn Reichert gewünscht.

 

Martin Braun, Künzelsau

URL:http://gruene-hohenlohe.de/kontraeres/hz-und-naturschutz/