Am Montag, 6. Juli trafen sich Grüne und Grün-Interessierte aus Hohenlohe mit Harald Ebner, MdB zum ersten direkten politischen Austausch im Biergarten Künzelsau nach langer Zeit. Mit dem noch erforderlichen Abstand diskutierten alle miteinander. Im Vordergrund stand zunächst die Pandemie. Sie offenbarte u..a. die Missstände besonders in der Schweinehaltung. Harald Ebner wies darauf hin, dass nur 45 % der in Deutschland geschlachteten Tiere bei uns gegessen werden. Mehr als die Hälfte geht in den Export. Dabei wies er auch auf die Zustände in den Schlachthöfen und in den Arbeiterunterkünften hin. Harald Ebner begrüßt zwar die neuen Gesetze zur Tierhaltung, hält sie aber in einigen Punkten für unehrlich. z. B. das Tierwohllabel. Er erhofft sich durch die Ratspräsidentschaft Deutschlands eine europäische Regelung. Er befürwortet die Zuschüsse zum Umbau der Kastenstandhaltung. Bei der Wahlrechtsreform schlagen die Grünen gemeinsam mit den Linken und der FDP in einem Gesetzentwurf vor, aus 299 Wahlkreisen 250 zu bilden. Die Gesetzentwürfe der CDU/CSU würden immer zu ihren Vorteilen gereichen.  Das Konjunkturpaket ist Harald Ebner zu wenig zukunftsorientiert und eine vertane Chance, sei es beim Umbau der Mobilität, beim Kohleausstieg mit vielen Schlupflöchern bei der Förderung der Biodiversität, Abhängigkeiten von Lieferketten und -verträgen, wenigen Bezugsquellen z.B. für pharmazeutische Produkte. Harald nimmt kritisch Stellung zur Gentechnik wie z.B. Crispr/Cas und weist z.B. daraufhin, dass 30 trockenheitstolerante Maissorten konventionell gezüchtet wurden, aber nur eine gentechnisch veränderte anerkannt ist. Auch in den Zeiten der Krise waren grüne Themen, wie z.B. Klimaschutz, laut Politbarometer im Bewusstsein der Bevölkerung ganz oben auf der Prioritätenliste.

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