Die Heilbronner Stadtplanerin Antje Ferchau, die federführend an der Entwicklung beteiligt war, stellte die Grundgedanken des Projekts vor. Zeitgemäßes Bauen könne nur verdichtetes Bauen sein, so Ferchau. Dies bedeute weniger Flächenverbrauch, mehr räumliche Nähe und Kontakte, kürzere Alltagswege, die zu Fuß oder mit dem Rad erledigt werden könnten, und dass im Wohngebiet selber eine umfassende Versorgung möglich wird. Dem diente auch die Zulassung von viel wohnverträglichem Gewerbe. Der Verdichtung im privaten Wohnen müsse ein gut gestaltetes Angebot von öffentlichen Räumen gegenübergestellt werden, die soziale Kontakte ermöglichen. Um dies zu erreichen habe man im Neckarbogen gezielt den Autoverkehr und das Parken von Autos minimiert, was sich sehr bewährt habe. Ein weiterer Baustein sei die gezielte Förderung der Vielfalt gewesen. Die Vielfalt des Zusammenlebens habe man durch das Verfahren der Projektvergabe erreicht. Interessierte Investoren mussten Konzepte für Nutzung vorlegen, über die die Stadt dann entscheiden konnte. So entstanden unterschiedlichste Nutzungsformen.

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