Antrag gegen zu hohen Flächenverbrauch

n der Regionalversammlung am 3.07. wurde über die zukünftige Bereitstellung von Gewerbegebieten in den nächsten 10 Jahren entschieden, die 18. Änderung des Flächennutzungsplan: Schwerpunkte für Industrie, Gewerbe und Dienstleistungseinrichtungen. Mit dem Antrag den Planungshorizont auf 20 Jahre zu verdoppeln, der von der Versammlung abgelehnt wurde, haben sich die Grünen in Fraktionsgemeinschaft mit ÖDP und Linken gegen zu hohen Flächenverbrauch eingesetzt. Der Flächenverbrauch in Deutschland ist nach wie vor extrem hoch. Laut Bundesumweltministerium werden täglich noch rund 56 Hektar Fläche bebaut. Dasselbe Ministerium hat als Zielvorgabe einen täglichen Flächenverbrauch von unter 30 Hektar je Tag vorgegeben. Das ist rund die Hälfte dessen, was heute verbaut wird. In unserer Fraktion halten wir auch die rund 30 Hektar Flächenverbrauch ab 2030 noch für zu hoch. Die Stellungnahmen der Umweltverbände und der Landwirtschaftsämter zur 18. Regionalplanänderung zeigen sehr deutlich: Es gibt keine konfliktarmen Flächen mehr, auf denen man Gewerbe ansiedeln könnte. Weitere Gewerbegebiete sind nur auf Kosten wertvoller landwirtschaftlich genutzter Flächen möglich. Einen Flächenverbrauch für Gewerbe, Industrie, Verkehr und Siedlungsentwicklung wie in der Vergangenheit kann und darf es nicht mehr geben. Wir fordern die Kommunen deshalb dazu auf, ihr Flächenmanagement zu optimieren, um mit den vorhandenen Flächen auszukommen.

- Gewerbebrachen müssen reaktiviert werden, statt neue Gebiete zu erschließen.

-Lager- und Fertigungshallen sind mehrgeschossig statt eingeschossig zu bauen.

- Parkplätze sollen auf Parkdecks statt auf Freiflächen realisiert werden.

- Vorhandene Gebäude können aufgestockt werden.

- Wohnungen können über Gewerbeimmobilien entstehen.

- Die Gemeinden sollten die Kontrolle über die Grundstücke behalten, indem sie diese nicht mehr verkaufen, sondern sie den Nutzern per Erbpacht zur Verfügung stellen.

 

Diese wichtigen Überlegungen haben uns zu dem Antrag bewogen, dass wir die Zielvorgabe von 10 Jahren auf 20 Jahre verdoppeln sollten. Wenn uns daran liegt, äußerst sparsam mit dem Gut Boden umzugehen, müssen wir heute diese Zielvorgabe ändern.

Link zum Bericht der Hohenloher Zeitung https://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/regionalversammlung-macht-weg-fuer-gewerbegebiete-frei;art140897,4369995

URL:https://gruene-hohenlohe.de/presse/regionalverband-antrag-flaechenverbrauch/